Angela Gorr MdL

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CDU-Stadtverband im Gespräch mit den Regionalbereichsbeamten

Etwas sperrig ist die Bezeichnung schon: „Regionalbereichsbeamte“ (RBB) nennen sich die drei Polizisten, die im Wernigeröder Revier Streife gehen und auf den Straßen und Plätzen der bunten Stadt am Harz nach dem Rechten sehen. Ihre Stellen sind ein Produkt der Polizeistrukturreform in Sachsen-Anhalt, die durchaus umstritten war. Die Befürchtung vieler Bürger, die Polizei würde sich ganz aus dem öffentlichen Raum zurückziehen, ist nicht eingetreten – nicht zuletzt auch wegen der Präsenz der drei Beamten im Stadtbild.

Was sind eigentlich die Aufgaben der RBB, wie werden sie von der Bevölkerung wahrgenommen und welche Probleme gibt es bei ihrer Tätigkeit? In ihrem jüngsten Sonntagstreff gingen die Mitglieder des CDU-Stadtverbands Wernigerode diesen Fragen nach und hatten sich dazu mit den Beamten im Dienstgebäude der Polizei am Nicolaiplatz verabredet. Die Regionalbereichsbeamten Hans-Jürgen Berens und Holger Oppermann stellten sich den CDU-Mitgliedern vor und gaben Einblicke in ihre Arbeit. Verkehrserziehung und Schulwegsicherheit stehen dabei ganz oben, wie die Beamten berichteten. Diesem Thema habe sich die CDU-Fraktion im Stadtrat in der Vergangenheit ebenfalls angenommen und zwar in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtelternrat und dessen langjähriger Vorsitzenden Carry Barner, erinnerte die Stadtverbandsvorsitzende Angela Gorr.

Ebenso bereits im Blick des Ordnungsausschusses der Stadt mit seinem Vorsitzenden André Weber (CDU): Das Problem der Radfahrer in der Fußgängerzone. Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern seien hier an der Tagesordnung, konnten die Beamten bestätigen. Die Regel sei zwar eindeutig, die Beschilderung aber nicht immer auf den ersten Blick schlüssig, waren sich Polizei und Politiker einig. Hier bestehe Verbesserungsbedarf. Eine generelle Freigabe für Radler käme aber laut André Weber nicht in Frage. „Dazu sind die Fußgängerströme auf dem Boulevard zu dicht“, meinte der Ausschussvorsitzende.

CDU-Stadtverband im Gespräch mit den Regionalbereichsbeamten

Die Beamten appellierten an die erwachsenen Verkehrsteilnehmer die Regeln einzuhalten: „Nur so sind Sie Vorbild für Kinder“. Im Allgemeinen geschehe das problemlos, wenn eine Ermahnung ausgesprochen werde, betonten sie, im Wiederholungsfalle gebe es auch eine kostenpflichtige Verwarnung. Neben dem täglichen Streifendienst in der Zeit von 6 bis 21 Uhr spiele auch die Prävention, also die Vorbeugung von Straftaten eine große Rolle in der Tätigkeit, erläuterten die beiden Regionalbereichsbeamten. Dazu suchen sie Schulen und Kitas, Senioreneinrichtung und Vereine auf. „Vertrauen aufbauen“, besonders bei Kindern, sei dabei eine wichtige Aufgabe, bekräftigte Hans-Jürgen Berens. Uwe Albrecht, Vorsitzender des Stadtrats betonte ebenfalls, wie wichtig diese Aufgabe sei.

Die Überwachung des ruhenden Verkehrs gehöre nicht zu den Aufgaben der Beamten, erfuhren die Teilnehmer des CDU-Sonntagstreffs. „Natürlich werden wir aber tätig, wenn wir einen gravierenden Verstoß sehen“, bekräftigte Holger Oppermann, „zum Beispiel, wenn eine Feuerwehrzufahrt versperrt ist.“ Ähnlich verhält es sich bei Gewaltdelikten: „Wir schreiten ein, fordern aber wenn nötig Verstärkung an“, so die Polizisten. Ein kurzer Rundgang durch die Innenstadt ermöglichte weitere Gespräche zwischen Beamten und Bürgern. Die Stadtverbandsvorsitzende Angela Gorr bedankte sich abschließend bei den Beamten dafür, dass sie sich am Sonntagvormittag Zeit für das Gespräch genommen hätten.

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